Kunst und Künstler auf der Rosenhöhe

Neben den historischen Gebäuden wurde der Park nach der Übernahme durch die Stadt Darmstadt und den darauf folgenden Sanierungsmaßnahmen durch zeitgenössische Kunstwerke bereichert. Dazu zählen:

V&oulm;gel Auffliegender Taubenschwarm

1992 erwarb die Stadt Darmstadt die Bronzeplastik von Gotthelf Schlotter. 17 Tauben hat Schlotter für dieses an der Natur orientierten Kunstwerks zusammengefügt. Den Standort an den Teichen des Rosariums, umgeben von Staudenpflanzungen, bezeichnete der Künstler selbst als "idealen Ort für die Plastik".




Blätterdach Das Blätterdach

Das von Cornelia Müller entworfene "Blätterdach" ziert die Aussichtsplattform des Rosariums seit 1999. Es ist nur nur eine interessante Skulptur, sondern schützt die Besucher vor unerwarteten Regengüssen.




Gänse Gänse

Die Plastik stammt ebenfalls von dem Bildhauer Gotthelf Schlotter, der 1922 in Hildesheim geboren wurde und 2007 in Darmstadt verstarb.






Krolow Denkmal für Karl Krolow

1999 verstarb der Dichter, Büchner-Preisträger und langjährige Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Karl Krolow. Er lebte in einem der Künstlerhäuser hinter dem Löwentor und spazierte oft über die Rosenhöhe. Ihm zu Ehren hat der Bildhauer Thomas Duttenhöfer die in der Nähe des Mammutbaums platzierte Bronzeplastik geschaffen.



Die "Neue Künstlerkolonie"

Betreten Besucherinnen und Besucher den Park Rosenhöhe durch das Löwentor, sehen sie rechts einige Atelierhäuser. Diese gehen auf Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein zurück. Er gründete als „Beitrag zur Überwindung der Nöte der geistig und künstlerisch Schaffenden“ in der Nachkriegszeit den "Verein Neue Künstlerkolonie". Für diese ließ er Anfang der 1950er Jahre zwei Gebäude im Innern des Parks errichten, Anfang der 1960er Jahre weitere sieben Bungalows und Ateliers am Löwentor. Dort konnten Künstler unterschiedlicher Sparten preisgünstig arbeiten und wohnen.
1973 wurde die von Prinz Ludwig gegründete Stiftung aufgelöst. Die Häuser gingen in den Besitz der Stadt über, die seither diese Form der Kunstförderung weiterführt.
Zu den Bewohnern gehöhrten u.a. die Schriftsteller Karl Krolow und Gabriele Wohmann, der Bildhauer Wilhelm Loth, der Komponist Hans-Ulrich Engelmann sowie der Gründer des Bauhaus-Archivs Hans Maria Wingler. Im Folgenden werden die bisherigen Bewohner in der Reihenfolge ihres Einzugs in eines der Häuser aufgeführt:


Edschmid Kasimir Edschmid

Kasimir Edschmid - 1890 als Eduard Schmid in Darmstadt geboren und 1966 in Vulpera/Schweiz gestorben - war 1955 der erste Bewohner der Künstlerhäuser. Er trat mit einer Serie von Gedichten, Erzählungen, Abhandlungen und Manifesten zur Begründung des Expressionismus an die Öffentlichkeit. 1919 beteiligt er sich an der Gründung der Darmstädter Sezession. In den zwanziger Jahren wandte er sich dem Realismus zu.
Eindrücke, die er auf Reisen in den Mittelmeerraum, nach Afrika und Südamerika sammelte, verarbeitete er in umfangreichen Publikationen, die zwar sein Interesse für andere Kulturen erkennen lassen, aber auch von nationalistischen und rassistischen Vorurteilen zeugen. Gleichwohl wurden seine Werke von den Nationalsozialisten verboten. Edschmid ging in die „innere Emigration“.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Generalsekretär des PEN-Zentrums, 1960 dessen Ehrenpräsident. 1955 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und 1957 mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main geehrt.




Sellner Gustav Rudolf Sellner

Der Schauspieler, Dramaturg, Regisseur und Theaterleiter Gustav Rudolf Sellner lebte von 1956 bis 1961 im Park Rosenhöhe. Er wurde 1905 in Traunstein geboren und starb 1990 in Königsfeld-Burgberg. Nachdem er ab den 1920er Jahren durch mehrere Inszenierungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde er 1937 Schauspieldirektor des Landestheaters Oldenburg. Danach leitete er Theater in Göttingen und Hannover. Im April 1944 wurde Sellner von Adolf Hitler zum Generalintendanten der Städtischen Bühnen Hannover ernannt. Nach Kriegsgefangenschaft und Einstufung als „Mitläufer“, später als „entlastet“, arbeitete er als Regisseur in Kiel, Essen und Hamburg, bevor er 1951 Intendant des Landestheaters Darmstadt wurde. Von 1961 bis 1972 war er als Generalintendant und Chefregisseur der Deutschen Oper in West-Berlin tätig. 1967 erhielt er den Berliner Kunstpreis, 1965 die Goethe-Plakette des Landes Hessen und den "Ordre des Arts et des Lettres" sowie 1972 das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern.




Hering Gerhard F. Hering

Gerhard Friedrich Hering wurde 1908 in Rogasen/Polen geboren und starb 1996 in Darmstadt. Er war Journalist, Regisseur und Theaterintendant und lebte ab 1961 in einem der Künstlerhäuser.
In Berlin und Heidelberg studierte er Publizistik, Literatur- und Theaterwissenschaft. Während der NS-Zeit erhielt er als Journalist Schreibverbot. So wandte er sich als Regisseur dem Theater zu. Nach dem Krieg war Hering in Konstanz und Stuttgart tätig. Er wurde Chef des WDR-Studios Kultur und schließlich von 1961 bis 1971 als Nachfolger Gustav Rudolf Sellners Intendant des Landestheaters Darmstadt. Danach war er als freier Regisseur vor allem am Wiener Burgtheater tätig. Für besondere Verdienste um das Werk Franz Grillparzers wurde ihm 1964 der Grillparzer-Ring verliehen. 1968 nahm die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Hering als ordentliches Mitglied auf.




Thiess Frank Thiess

Der 1890 in Lettland geborene Schriftsteller Frank Thiess lebte ab 1966 auf der Rosenhöhe. Er starb 1977. Thiess feierte in den 1920er Jahre erste Erfolge als Romanschriftsteller. Unter den Nationalsozialisten, die seine Bücher ächteten, ging er in die "innere Emigration". Im Nachkriegsdeutschland war Thiess Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. In den sechziger Jahren verfasste er für extrem konservative, sogar als rechtsradikal einzustufende Zeitschriften Beiträge.









Hensel Georg Hensel

Der Theaterkritiker Georg Hensel wurde 1923 in Darmstadt geboren, lebte seit 1967 auf der Rosenhöhe, wo er 1996 starb. Seine journalistische Tätigkeit begann er beim "Darmstädter Echo". 1975 ging er als Theaterkritiker zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und wurde deren festangestellter Chefkritiker.
Für seine autobiografische Schrift "Und viel Spaß am Leben", in der er das Erlebnis einer Herzoperation schildert, wurde er 1982 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. In seinem Buch "Spielplan" gibt er einen Überblick über die Theaterstücke von der Antike bis zur Gegenwart. Das Buch erschien erstmals 1966 und wurde für zahlreiche Neuauflagen mehrfach überarbeitet und erweitert. Daneben trat Hensel auch als Erzähler auf. Seit 1984 war Hensel Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.




Hans Maria Wingler

Der Kunsthistoriker Hans Maria Wingler wurde am 1920 in Konstanz geboren und starb 1984 in West-Berlin. Von 1966 bis 1975 lebte er in einem der Künstlerhäuser. Schwerpunkt seiner Arbeit war die expressionistische Malerei, vor allem Oskar Kokoschka, und das Bauhaus.
Nachdem er, der dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber stand, den Krieg als Funker überstanden hatte, arbeitete er ab 1949 als freier Journalist, Ausstellungskurator und Kunstschriftsteller. Zu seinen besonderen Leistungen zählt die Erarbeitung des Werkverzeichnisses von Kokoschkas Gemälden. In den 1950er Jahren begann er seine umfangreiche Arbeit zur Geschichte des Bauhauses. 1960 gründete er in Darmstadt den Verein Bauhaus-Archiv e. V., der Räume des Ernst-Ludwig-Hauses auf der Mathildenhöhe als Institut und Museum nutzte. Wingler wurde dessen Direktor und leitete es bis zu seinem Tod 1984.
1964 entwarf Walter Gropius auf Vorschlag von Wingler einen Zweckbau für das Bauhaus-Archiv, das auf der Rosenhöhe errichtet werden sollte. Da die Stadt Darmstadt den Bau aus Kostengründen nicht verwirklichen konnte, nahm der Trägerverein das Angebot des (West-)Berliner Senates an, den Gropius-Entwurf im Bezirk Tiergarten zu bauen. 1971 wurde dort das „Bauhaus-Archiv“ eröffnet. 1980 erhielt Wingler für sein Leistungen die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität München.




Krolow Gabriele Wohmann

Gabriele Wohmann wurde 1932 in Darmstadt geboren und starb dort 2015. Sie lebte von 1966 bis 1994 auf der Rosenhöhe. Sie entstammte einer Darmstädter Pastorenfamilie. Von 1951 bis 1953 studierte sie Germanistik, Romanistik, Anglistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt am Main. Seit 1956 lebte sie als Schriftstellerin in ihrer Heimatstadt.
Gabriele Wohmann verfasste zahlreiche Erzählungen, Romane, Gedichte, Hör -und Fernsehspiele sowie Essays, in denen sie die Paarbeziehungen und traditionelle Familienstrukturen kritisch beleuchtete. Erfolgreich war Wohmann vor allem in den 1970er und 1980er Jahren. Wesentliche Teile ihres Werks, das in 15 Sprachen übersetzt wurde, sind der Neuen Innerlichkeit und der Frauenbewegung zuzurechnen. Sie veröffentlichte mehr als 600 Erzählungen und gilt als eine der profiliertesten deutschsprachigen Autorinnen.
In den 1960er Jahren nahm Gabriele Wohmann an Tagungen der Gruppe 47 teil. Sie war seit 1975 Mitglied der Berliner Akademie der Künste und seit 1980 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Von 1960 bis 1988 gehörte sie dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland an. Gewürdigt wurde ihr Werk u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und der Johann-Heinrich-Merck-Medaille der Stadt Darmstadt.




Krolow Karl Krolow

Der Lyriker Karl Krolow (geboren 1915 in Hannover, gestorben 1999 in Darmstadt) hatte Germanistik, Romanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten Göttingen und Breslau studiert. Krolow war seit 1934 in der Hitlerjugend und seit 1937 Mitglied der NSDAP. In dieser Zeit verfasste Gedichte zeugen vom nationalsozialistischen Geist. Ab 1942 arbeitete er als freier Schriftsteller. Krolow galt seit den Fünfziger Jahren als einer der bedeutendsten Lyriker der deutschen Nachkriegsliteratur. Als Übersetzer von lyrischen Texten aus dem Französischen und Spanischen machte er diese beim deutschen Publikum bekannt.
Karl Krolow war seit 1951 Mitglied des PEN-Zentrums; 1953 schloss er sich der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt an, als deren Präsident er zeitweise amtierte. Für sein umfangreiches und vielseitiges Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, die Goethe-Plakette des Landes Hessen, das Große Bundesverdienstkreuz und den Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik. 1976 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Darmstadt verliehen.




Schirmbeck Heinrich Schirmbeck

Der Schriftsteller Heinrich Schirmbeck wurde 1915 in Recklinghausen geboren und starb 2005 in Darmstadt, wo er seit 1967 auf der Rosenhöhe lebte. Bereits in seiner Schulzeit engagierte er sich in der SPD. Während seiner Buchhändlerlehre publizierte er bereits in verschiedenen Zeitschriften. Er begann eine Karriere als Werbeleiter, die ihn schließlich zur „Frankfurter Zeitung“ führte, für deren Feuilleton er bis 1943 regelmäßig Beiträge lieferte. Ab 1940 war Schirmbeck Soldat. Kurz vor Kriegsende desertierte er. Aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft wurde er bereits im September 1945 entlassen.
Seit 1952 arbeitete Schirmbeck als freier Schriftsteller und Rundfunkautor. Die Essays und Erzählungen von Heinrich Schirmbeck befassen sich mit literarischen, ethischen und naturwissenschaftlichen Themen. Sein Hauptwerk „Ärgert dich dein rechtes Auge“ erschien 1957 und wurde vor allem in den USA als literarisch anspruchsvollster Roman deutscher Sprache seit Thomas Manns "Der Zauberberg" gefeiert. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit engagierte er sich gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, die Atomrüstung und die Nutzung der Atomkraft und später gegen den NATO-Doppelbeschluss. Heinrich Schirmbeck war seit 1959 Mitglied des PEN-Zentrums , seit 1962 gehörte er der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung an. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.




Loth Wilhelm Loth

Der Bildhauer Wilhelm Loth wurde 1920 in Darmstadt geboren und starb dort 1993. Ab 1968 lebte und arbeitete er auf der Rosenhöhe. Parallel zur Ausbildung als Vermessungstechniker nahm er Privatunterricht bei Fritz Schwarzbeck, um Bildhauer zu werden. Seine Vorbilder waren Wilhelm Lehmbruck und Ernst Barlach. Ab 1940 war er im Arbeitsdienst tätig und besuchte nebenher die Bildhauerklasse von Toni Stadler an der Städelschule in Frankfurt. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft setzte er sein Studium fort und wurde schließlich Professor der Bildhauerklasse an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.
Loths Werk als Metallbildhauer ist der Stilrichtung der "Neuen Figuration" zuzuordnen. Ein immerwährendes Motiv seiner Arbeit ist der weibliche Torso. 1955 wurde er mit dem Kunstpreis der Stadt Darmstadt ausgezeichnet. 1964 stellte er auf der documenta III in Kassel aus.




Enzio Edschmid

Der Regisseur und Drehbuchautor Enzio Edschmid wurde 1941 in Innsbruck/Österreich geboren. Er lebte von 1970 bis 1986 auf der Rosenhöhe. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste und ab 1966 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. 1972 war er Mitbegründer der Gruppe Arbeit und Film. Seit 1977 ist er als freier Autor, Regisseur und Tonmeister tätig. In seinen Filmen dokumentiert er vor allem Lebensgeschichten von Menschen der Zeitgeschichte nach.




Engelmann Hans-Ulrich Engelmann

Der Komponist Hans Ulrich Engelmann wurde 1921 in Darmstadt geboren und starb dort 2011. Seit 1921 lebte er auf der Rosenhöhe. Unter den Nationalsozialisten wurde Engelmann, eingestuft als Halbjude, als Arbeiter in einem Darmstädter Rüstungsbetrieb zwangsverpflichtet. Nach dem II. Weltkrieg erhielt er privaten Kompositionsunterricht und besuchte die neu gegründeten, auf zeitgenössische Musik konzentrierten Darmstädter Ferienkurse.
Ab 1947 studierte er Musikwissenschaft, Philosophie Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Frankfurt. 1952 promovierte er über Belà Bartok. In den folgenden Jahren war Engelmann an mehreren deutschen Theatern als Dramaturg, Komponist und Regieassistent tätig. Ab 1969 übernahm er einen Lehrauftrag für Komposition in Frankfurt, wo er von 1969 bis 1986 als Ordentlicher Professor unterrichtete. Er nahm zahlreiche Einladungen als Gastprofessor an und gab Kompositionskurse.




Thomas Duttenhöfer

Der Bildhauer Thomas Duttenhöfer wurde 1950 in Speyer geboren und lebt seit 1979 in einem der Künstlerhäuser. Er arbeitet als Bildhauer und lehrte an verschiedenen Hochschulen, zuletzt bis 2015 als Professor an der Hochschule Mannheim.
Er ist Mitglied der Darmstädter und Pfälzischen Sezession. In Darmstadt sind einige seiner Plastiken zu finden, darunter das Mahnmal für die Opfer der Weltkriege auf dem Kapellplatz. Am inneren Eingang zum Park Rosenhöhe ist außerdem Duttenhöfers Denkmal für den Schriftsteller Karl Krolow zu sehen. Duttenhöfers Werk wurde mehrfach ausgezeichnet und international ausgestellt.




Drewanz Hans Drewanz

Seit 1994 lebt der in Dresden geborene Dirigent Hans Drewanz auf der Rosenhöhe. Seine musikalische Laufbahn begann 1950 an der Frankfurter Oper. Bevor er nach Wuppertal wechselte, war er dort Studienleiter und persönlicher Assistent von Sir G. Solti. Von 1963 bis 1994 bestimmte er als Generalmusikdirektor das Musikleben des Darmstädter Staatstheaters. Trotz umfangreicher Tätigkeit als Gastdirigent in vielen Metropolen Europas und Übersee sowie Lehrtätigkeiten an der Musikhochschule Saarbrücken und am Mozarteum Salzburg war Darmstadt immer der berufliche Mittelpunkt seiner Arbeit.
1979 wurde ihm die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung verliehen und 1994 die Silberne Verdienstplakette der Stadt Darmstadt und die Goethe-Plakette des Landes Hessen; 2014 wurde ihm der Darmstädter Musikpreis zuerkannt.




Behrens Katja Behrens

Die 1942 in Berlin geborene Schriftstellerin Katja Behrens ist seit 2002 auf der Rosenhöhe zuhause. Sie veröffentlichte zahlreiche Prosatexte sowie Kinder- und Jugendbücher. Grundlage ihres Werks ist für sie, die als Kind den Holocaust nur überlebte, weil sie versteckt wurde, die jüdische Kultur. Sie übersetzte Schriften von William S. Burroughs und Henry Miller. Zu ihren Werken zählen u.a. "Die weiße Frau", "Roman von einem Feld" und "Nachts, wenn Schatten aus dunklen Ecken kommen".
Katja Behrens ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, dessen Vizepräsidentin sie von 2007 bis 2009 war. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Kinder- und Jugendbuchpreis „Luchs“ ausgezeichnet. 2016 wurde Katja Behrens erste weibliche Stadtschreiberin Darmstadts.




Christian Gropper

Der Filmemacher Christian Gropper wurde 1962 in Marburg geboren und lebt seit 2010 in den Künstlerhäusern. Er studierte Filmdesign an der Fachhochschule in Darmstadt sowie Philosophie und Geschichte an der Technischen Universität Darmstadt. Seit 1994 arbeitet er als freier Redakteur und Produzent für Werbung und Wirtschafts-TV. Seit 1999 ist Gropper als Gastdozent an der Fachhochschule Wiesbaden und an verschiedenen berufsbildenden Schulen tätig; von 2005 - 2011 war er als Filmdozent an der TU-Darmstadt im Fachbereich Medienwissenschaft tätig. 1997 gründete er das Unternehmen Gropperfilm mit dem Ziel, neben der Produktion von Wirtschaftsfilmen auch Arbeiten mit nichtkommerziellen Projekten und Dokumentarfilmen realisieren zu können. 2011 wurde sein Dokumentarfilm „Auf Messers Schneide – Die WMF und ihre Retter“ mit dem BVK Journalistenpreis ausgezeichnet.




Lukas Einsele

Der bildende Künstler und Fotograf Lukas Einsele wurde 1963 in Essen geboren und lebt seit 2010 in einem der Studios. Er studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Philosophie in Berlin und später Fotografie an der Fachhochschule Darmstadt. In seinen Foto- und Videoprojekten setzt er sich mit politischen, gesellschaftlichen und humanitären Themen auseinander.
Sein Buch „One Step Beyond“ wurde mit dem Deutschen Fotobuchpreis und dem Karl-Hofer Preis der Universität der Künste Berlin ausgezeichnet. International hat er mit zahlreichen Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht.



© Förderverein Park Rosenhöhe e.V. - Letzte Aktualisierung dieser Seite am 20. April 2017